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ÜBER MICH

MALEN IST FÜR MICH ...

ein Spiel mit Licht, Schatten und Farben, ein Spiel mit unserer Wahrnehmung, die nur ein kleines subjektives Fenster zur Welt darstellt. Malen ist für mich ein Spiel mit Emotionen, und dem Verstand, die nicht immer im Einklang sind, aber dennoch zusammengehören. 

 

Daraus ergeben sich für mich sehr verschiedene Vorbilder und Ansätze für meine Kunst:

 

Die Bilder Caravaggios liebe ich, weil er zudem ein Meister des Lichts und des Schattens war, 

aus dem gleichen Grund verehre ich die Großen des Impressionismus, die die Farbe als Träger des Lichts gesehen und mit dem Licht die Atmosphäre des Augenblicks eingefangen haben. Hier ist für mich ein Maler der Romantik bedeutsam, der impressionistisch gemalt hat als es den Impressionismus noch gar nicht gab: William Turner. Im zweiten Atemzug nenne ich hier Claude Monet. Wie die Impressionisten verzichte ich auf reines Schwarz in meinen Bildern. 

Die Expressionisten sprechen mich neben der Ausdruckskraft ihrer Farbenwelt, durch ihren freien Umgang mit Farben und Formen an. 

Die Surrealisten und Phantastischen Realisten begeistern mich einerseits durch die Verwendung klassischer Maltechniken, andererseits durch ihr Verwirrspiel mit unseren Sehgewohnheiten und ihren Bezug zum Unbewussten. 

Inhaltlich sehe ich mich in der Nachfolge der Neuen Sachlichkeit. 

Da das Bild nur das Bild als Sprachmittel kennt, bemühe ich mich um eine symbolische Malweise. In meinen Bildern kann der aufmerksame Betrachter Bilder hinter den Bildern erkennen, muss es aber nicht. 

 

Im Spannungsfeld dieser Einflüsse wird sich  meine Kunst weiterentwickeln.

 

Was ist Perfektion und Reinheit in der Kunst?

Theo van Doesburg und Piet Mondrian beantworteten diese Frage ganz klar. Sie reduzierten ihre Farbpalette auf die Primärfarben rot, blau, gelb und die Nichtfarben weiß, grau und schwarz. Verwendung finden ausschließlich planbare, messbare, berechenbare und daher perfekte Grundformen der Geometrie, wie Linien, Kreise, Rechtecke u.a..

 

Perfektion und Imperfektion in meiner Kunst

Ich war und bin ein Bewunderer und Rezipient abstrakter und konkreter Malerei. Als ich selbst mit dem Malen begann, war mein Bestreben kein Maler zu werden, der nur abstrakt malt, weil er den Gegenstand nicht darstellen kann. Deshalb arbeite ich daran meine Fähigkeiten zu perfektionieren.  Schließlich habe ich mich bewusst der  altmeisterlichen Technik zugewandt: Öllasuren mit Höhung durch Eitempera. 

 

Mit dieser Technik ist es auch möglich hyperrealistisch zu malen. Wichtig ist mir jedoch, dass ein Rest von Imperfektion die Malerei als Malerei sichtbar werden lässt.  Außerdem verwende ich im Gegensatz zur Konkreten Malerei sehr häufig Sekundärfarben, während ich die Nichtfarbe schwarz vermeide. 

 

 

Im Laufe des Ausbildungsprozesses habe ich realisiert, dass die gegenständliche Malerei die Möglichkeit bietet Geschichten zu erzählen. Wichtig ist mir hierbei nicht, dass der Rezipient zur selben Geschichte gelangt wie ich.

RÜCKERTJAHR - Kulturpackt

VERRÜCKERT IST DIE WELT - VERRÜCKERT NACH DER WELT

in Schweinfurt, seiner und meiner Geburtsstadt

 

In den letzten Jahren haben mich viele meiner Reisen in den Orient geführt, dem ich mich seit Langem verbunden fühle.

Bei einer meiner Reisen in den Iran wurde von Mahmoud Rashad, Autor des Dumont Reiseführers und Doktorand der Vorderasiatischen Archäologie aus dem Schāhnāme (Königsbuch und persisches Nationalepos) vorgelesen, das die Perser im 11. Jahrhundert vor der Arabisierung bewahrt hat. Mit Erstaunen hörte ich, dass Friedrich Rückert diesen Text ins Deutsche übertragen habe und seine Übersetzung bis heute die beste sei. 

Seit dieser Zeit weiß ich, dass Friedrich Rückert -der mir einst während meiner Schulzeit in Schweinfurt lediglich als Heimatdichter vorgestellt worden war- ein Mitbegründer der Orientalistik und einer der bedeutendsten Orientalisten überhaupt war, 44 Sprachen beherrschte und viele Schriften und Gedichte aus dem orientalischen und asiatischen Kulturkreis durch Übersetzung dem Westen zugänglich gemacht hat.

Wie sich Rückert über die Literatur und Sprachen den jeweiligen Völkern angenähert hat, versuche ich mit wesentlich einfacheren Mitteln, dem Reisen und dem Malen die Gedankenwelt anderer Kulturen zu erfassen. Wie ihn treiben mich besonders Themen wie Freiheit, Frieden bzw. deren Abwesenheit, Religion als Ausdruck der “Volksseele”, die soziale Frage, Umweltprobleme, aber auch die Vergänglichkeit des Lebens um.

Mir geht es beim Malen nie um ein bloßes Abbild der Realität. Ich möchte das Nicht-Sichtbare sichtbar machen. Eine Kunst, die zwar ästhetisch, aber gleichzeitig auch sozialkritisch ist. Eine Kunst, die sich der eindeutigen, plakativen Lesbarkeit entzieht und dem Betrachter Raum für eigene Gedanken lässt. D.h. das Kunstwerk vollendet sich in der Kommunikation zwischen Kunstwerk und Rezipienten.

Meine Bilder entstehen in einer Abwandlung der Altmeisterlichen Technik, bei der mehrere Schichten feiner Öllasuren aufgetragen werden und die Lichter mit titanweißer Eitempera gehöht werden. 

Ich freue mich, dass meine Bilder die Gelegenheit erhalten mit den Besuchern der “Nacht der Kultur” in Dialog treten und dazu beitragen dürfen, dass mehr Schweinfurter und selbstverständlich alle anderen Interessierten von der internationalen Bedeutung Friedrich Rückerts erfahren und sich mit ihm, seinen Gedichten und dem Orient von heute auseinandersetzen. 

In diesem Sinne ende ich frei nach Friedrich Rückert:

 

Und

Doch was manch Gemälde entwickelt, wie 

Sollt' ich's auf einmal vor euch offen hie, 

Und wer hineinschaut, mag sich spiegeln. 

Mög' euch die schmeichelnde Gewöhnung 

Befreunden auch mit fremder Tönung, 

Das ihr erkennt: WeltKunst und -Poesie 

Allein ist Weltversöhnung.

 

Studienreisen (Kunst und Geschichte)

2007 und 2008 Iran 

2008 Ägypten

2009 Indien (Radjastan)

2010 mehrmals Istanbul & Türkei

2011 Florenz und Paris

2011 Malta

2012 U.a. mit Franz Wolf auf den Spuren großer Künstler: Amberg, Nürnberg, Amsterdam, Haarlem & Den Haag, Rotterdam, Brügge, Honfleur, Pont Aven

2012/13 Israel und Palästina

2013 Jordanien, Palästina, Israel

2013/14 Sizilien

2014/15 Rom

2015 Marokko 

2015 Polen (Danzig, Warschau, Krakau); Russland (Kaliningrad, Swetlogorsk); Litauen (Klaipeda, Vilnius);  Lettland (Riga); Estland (Pärnu, Tallinn, Tartu); Tschechien (Brno)

2016 Usbekistan

2016 Armenien, Georgien, Aserbaidschan

2017 Madrid

 

2017 Malta

2018 Mallorca

Außerdem Reisen nach Tunesien, Guatemala, Peru, Bolivien, Ecuador, mehrmals Cuba